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Social Media und der Ruf Ihres Unternehmens

Äußerungen in Social Media können fatale Auswirkungen auf den Ruf von Unternehmen haben. Das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist dagegen allenfalls eingeschränkt hilfreich.

Äußerungen in Social Media können fatale Auswirkungen auf den Ruf von Unternehmen haben. Das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist dagegen allenfalls eingeschränkt hilfreich. Unternehmen sollten selbst die Chance zur Gegenwehr ergreifen.

Hasskriminalität, Fake-News, Rufschädigungen und andere strafbare Inhalte im Internet nehmen Überhand – soweit, dass Bundesjustizminister Heiko Maas mit dem Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken, dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder auch NetzDG, künftig die Betreiber großer (Social Media-)Plattformen selbst anhalten will, problematische Inhalte umfassend und umgehend zu löschen. Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro drohen, wenn nicht innerhalb von 24 Stunden entsprechende Inhalte gelöscht werden.

Juristen, Verbände und große Teile der Wirtschaft sehen jedoch Gefahren für den offenen Diskurs im Internet und die Meinungsfreiheit. Gerade für Unternehmen gilt es somit, weiter zu denken: „Welche Folgen kann das für unser Image und das Verhalten unserer Kunden haben?“

In Zeiten des Internets ist die Sprengkraft von Hass-, Fake- und Verleumdungs-„News“ exorbitant größer als dies vor der digitalen Zeit der Fall war. Jüngst zeigt sich, dass falsche Meldungen sogar demokratische Wahlen beeinflussen können.

Mancher Unternehmer mag das NetzDG willkommen heißen, da es doch die Firmenreputation vor Äußerungen schütze, die schließlich schnell mal über den kürzlich wellenschlagenden Wutausbruch eines Einzelnen über den Preis von Grillfleisch bei Aldi Süd hinausgehen können. Doch dies ist zu kurz gedacht, insbesondere aus Sicht der Unternehmenskommunikation. Denn das NetzDG wird dazu führen, dass beanstandete Inhalte von den Anbietern sozialer Netzwerke weit über das gebotene Maß hinaus gelöscht werden. Angesichts des Zeitdrucks und drohender Bußgelder wird die juristisch schwierige Abwägung, welche Äußerung wegen Verleumdung oder wegen anderer strafbarer Inhalte zu löschen ist, im Zweifel für die Tilgung aus dem Internet ausfallen.

Da sich das NetzDG zudem nur an soziale Netzwerke mit mehr als zwei Mio. Nutzern richtet, bleibt gerade den Verbreitern von Verleumdungen, Fake-News etc. die Möglichkeit, diese auf anderen Plattformen in den unergründlichen Tiefen des Netzes weiter geschäftsschädigend posten zu können. Besser, als die Plattformbetreiber mit einer Richter-Funktion zu überfordern, wäre es daher, die Justiz so auszustatten, dass sie selbst zügig und umfassend Strafrechtsverstöße ahnden kann. Zudem wäre zu begrüßen, Unternehmen selbst und kontrolliert auf rufschädigende oder andere Inhalte im Netz reagieren zu lassen. – Immer öfter kann dies sogar eine dankbare Gelegenheit sein, positive Inhalte über das Unternehmen zu vermitteln. Hier gilt es, eine Bedrohung aus dem Internet in eine Chance zu verwandeln!

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